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PDRN oder PRP (Vampire Facial)? Der ehrliche Vergleich

PDRN und PRP (oft als «Vampire Facial» vermarktet) werden häufig in einem Atemzug genannt. Beide gelten als regenerative Behandlungen – beide nutzen biologische Bausteine, um die Hauterneuerung anzuregen. Die Wirkprinzipien, Vorbereitung und realistischen Ergebnisse unterscheiden sich aber deutlich.

PDRN oder PRP (Vampire Facial)? Der ehrliche Vergleich

Worin liegt der grundlegende Unterschied?

Bei PRP wird dem Patienten Blut abgenommen, in einer Zentrifuge das plättchenreiche Plasma isoliert und anschliessend zurück in die Haut injiziert. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen die Regeneration stimulieren – das Ausgangsmaterial ist also körpereigen, mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.

PDRN setzt einen anderen Weg an: standardisierte DNA-Fragmente (Polydeoxyribonukleotide), meist aus Lachs-DNA gewonnen, werden in die Dermis eingebracht. Anders als beim PRP ist die Dosierung pro Sitzung reproduzierbar und vom Tagesform-Bluthaushalt der Patientin unabhängig.

Wirkmechanismus im Vergleich

  • PRP: Wachstumsfaktoren aus den eigenen Thrombozyten stimulieren Fibroblasten – Qualität und Konzentration variieren je nach Person, Tageszeit und Aufbereitung.
  • PDRN: wirkt über A2A-Adenosinrezeptoren, fördert Mikrozirkulation und Gewebsregeneration – die Konzentration ist standardisiert.

Praxis: Vorbereitung und Ablauf

Bei PRP ist immer eine Blutentnahme nötig. Das verlängert den Termin um 15–25 Minuten und ist nicht jeder Person angenehm. PDRN kommt direkt aus der Ampulle – Anamnese, Reinigung, Anästhesiecreme, Injektionen, fertig. Beide Verfahren haben kaum Ausfallzeit, Rötung und leichte Schwellung sind 24–48 Stunden möglich.

Was kostet was in der Schweiz?

PRP-Sitzungen liegen in der Schweiz typischerweise zwischen 350 und 600 CHF, PDRN je nach Klinik und Behandlungsareal zwischen 250 und 600 CHF pro Sitzung. Beide Verfahren werden meist als Kur empfohlen (3–4 Sitzungen). Wer sich vorab orientieren möchte, findet in der Kostenübersicht realistische Spannen.

Wann passt was besser?

  • PDRN: wenn standardisierte Wirkstoffmenge, Komfort und klare Hautqualitäts-Ziele (Glow, feine Linien, Aknenarben) im Vordergrund stehen.
  • PRP: wenn ein körpereigenes Verfahren gewünscht ist und ergänzend bei Haaransatz/Kopfhaut.

Fazit

PDRN und PRP sind keine direkten Konkurrenten – sie verfolgen ähnliche Ziele mit unterschiedlichen Mitteln. Wer auf reproduzierbare Ergebnisse, kürzere Termine und gute Verträglichkeit Wert legt, fährt mit PDRN meist konsistenter. Wer ein vollständig körpereigenes Verfahren bevorzugt, bleibt bei PRP gut aufgehoben. In erfahrenen Schweizer Praxen werden beide Verfahren angeboten – die Entscheidung sollte immer im persönlichen Gespräch fallen.

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